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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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KGV-Software vernetzen

Bereits mehrfach wurden Anfragen gestellt, ob und – wenn ja – wie man die KGV-Software vernetzen kann. Denn nicht selten besteht der Wunsch, dass mehrere Vorstandsmitglieder Daten der Gartenfreunde – jeder für seinen Bereich – einpflegen, bearbeiten und analysieren möchten; und der Vorsitzende sollte zumindest den Gesamtüberblick haben.

Netzwerksversion

Somit ist eine Netzwerklösung mit einem SQL-Server, der die zentrale Datenhaltung übernimmt, unumgänglich. Mehrere Anwender können dann unabhängig voneinander mit dem KGV-Programm arbeiten, wobei – unabhängig voneinander – jedem Anwender die aktuellen Daten zur Verfügung stehen. Im Netzbetrieb sind mehrere Konstellationen denkbar. Vorzugsweise sollten Datenbank und das ausführbare Programm (KGV.EXE) auf einem zentralen Computer liegen und von allen Client-PCs aus erreichbar sein. Die Datenbank muss sich auf dem PC mit dem SQL-Server befinden. Das Verzeichnis mit der eigentlichen Datenbank muss nicht für jeden erreichbar sein, wohl aber das Programmverzeichnis. Ein Zugriff auf eine Datenbank z.B. in der Cloud oder auf einem gemappten Netzlaufwerk ist nicht möglich!

Voraussetzung ist: Es muss in jedem Fall einen ständig präsenten Computer geben, auf dem der SQL-Server läuft, der also die zentrale Datenhaltung übernimmt. Das kann z.B. eine physische Maschine an einem der Standorte sein, die dann immer laufen muss. In diesem Fall obliegt das Management, die Einrichtung des Systems, die regelmäßige Datensicherung und Wartung usw. dem Betreiber der Maschine. Der zentrale Server kann aber auch eine virtuelle Maschine im Internet sein, die gemietet wird, also monatliche Kosten (ca. 10 €/ Monat) verursacht. In diesem Fall obliegen alle Wartungsarbeiten und anderen o.g. Tätigkeiten dem Vermieter der virtuellen Maschine.

Von diesem Betreiber werden die Zugangsdaten zum VPC (Virtuellen PC) vergeben. Das sind die feste IP-Adresse oder die URL des VPC, ein Nutzername und ein Passwort. In der Regel ist das Betriebssystem fertig eingerichtet, sodass eine Anmeldung sofort und problemlos möglich ist.

Als Betriebssysteme kommen Microsoft-Windows- oder Linux- Systeme zu Einsatz. Bisher wurde stets mit einem Windows-Betriebssystem gearbeitet, deshalb sei es hier auch beschrieben. Zunächst muss die Möglichkeit gegeben sein, Daten auf den VPC hochzuladen oder Daten von dort downzuloaden. Grundvoraussetzung ist die Installation des SQL-Server-Programms auf dem VPC, das Einrichten der KGV-Software und dann das Rücksichern eines aktuellen Backups der vorhandenen aktuellen Daten. Als SQL-Server kommt die Open- Source-Software Firebird zum Einsatz. Momentan arbeitet das KGV-Programm mit der Version 2.1. von Firebird. Es gibt Versionen für 32- oder 64 Bit.

Ein Downloaden ist über http:// www.ibphoenix.com/download möglich. Die heruntergeladene Datei ist auf den VPC zu kopieren und danach zu installieren. Die Einstellungen für den SQL-Server selbst sollten auf den vorgegebenen Werten belassen werden. Nun wird der Firebird als Dienst auf dem VPC gestartet. Der SQL-Server ist damit aktiv und erwartet Anfragen von Clients, d.h. von Arbeitsplätzen. Clients kommunizieren mit dem SQL-Server über das TCP/IP-Protokoll. Der voreingestellte Port ist der Port 3050. Dieser Port bzw. Firebird als Anwendung muss demnach in der Firewall des VPC freigegeben werden, damit er Anfragen entgegennehmen und beantworten kann. Der SQL-Server kann mit unterschiedlichen Nutzern und Rechten umgehen – diese Option wird jedoch im KGV-Programm nicht genutzt. Standardmäßig wird immer ein Datenbankadministrator namens „SYSDBA“ im Firebird eingerichtet, das vorgegebene Passwort ist „masterkey“. Das KGV-Programm nutzt nur diesen einen Datenbanknutzer. Die Zugangsdaten sind im KGV-Programm unter „Einstellungen“ vorzunehmen. Weiterhin sind noch Einstellungen in der Datei „KGV_DB.INI“ vorzunehmen, ein Passwort ist zu ändern usw., dies würde jedoch den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Es war nur das Ziel, auf die Möglichkeit der Vernetzung aufmerksam zu machen, die Vorteile aufzuzeigen und letztlich darauf hinzuweisen, wo eine „Schritt für Schritt“ Anleitung für die Einrichtung des Netzwerkes zu finden ist. Hierzu sollte das neue Handbuch der KGV-Software genutzt werden (Version 2.2.0 vom 9.3.2016). Dieses Handbuch ist auf der Homepage des LSK unter Download, KGV-Software, Dokumentation zu finden. Das Handbuch ist nicht Bestandteil der Software, es ist nach der Installation in das Verzeichnis C:/KGV hinein zu kopieren. Unter Punkt „1.2 Netzwerkbetrieb“ wird das Verfahren exakt beschrieben. Abschließend sei noch vermerkt: wir als Kreisverband Aue/Stollberg arbeiten seit Jahren mit der Software im Netz, es gab keine Probleme mit den Zugriffszeiten, für alle Arbeitsplätze waren die Daten verfügbar. Ein Problem war jedoch einmal, kein Zugang zum Internet – keine Daten verfügbar. Kommt aber zum Glück extrem selten vor, genau wie kein PC ohne Strom läuft, auch hier sind dann keine Daten verfügbar.

Lothar Fritzsch Leiter AG „Neue Medien“