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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

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Ohne Saat keine Ernte

Erste Kohlarten und Salate können auch schon gepflanzt werden. Besonders günstig ist dies im Hochbeet. Nicht bei Sonne pflanzen und reichlich angießen! Foto: Krüger

Besonders der Verzehr von Gemüse tut unserer Gesundheit gut: Vitamine stärken unser Abwehrsystem, Mineralstoffe sorgen für starke Knochen und ein gesundes Herz, sekundäre Pflanzenstoffe senken Blutdruck, Cholesterinspiegel und Krebsrisiko, und die Ballaststoffe sorgen für ein stabiles Immunsystem und eine gute Verdauung!

Wirklich frisch und unbehandelt bekommen wir das gesunde Gemüse nur aus unserem Garten. Daher ist es klug, soviel wie möglich davon anzubauen. Jetzt werden die Gemüsebeete vorbereitet. Mit dem Gartenrechen ebnen wir die Beete ein, sodass eine glatte und feinkrümelige Oberflächenstruktur entsteht. Dabei kann Kompost oder organischer Dünger (zum Beispiel Hornmehl) gleich mit eingearbeitet werden. Bis zur Aussaat der ersten Kulturen lassen wir den Boden noch einige Tage ruhen.

Unter Beachtung der Fruchtfolge können dann schon robuste Sorten von u.a. Wurzelpetersilie, Erbsen, Zuckerschoten, Radieschen, Rettich, Chicorée, Möhren, Schwarzwurzel und Pastinaken gesät werden. Entsprechend der Wetterlage kann die Saat zum Frostschutz mit Fließ bedeckt werden. Dasselbe gilt nach dem Legen von Frühkartoffeln. In die Gemüsebeete können ebenfalls Sommerblumen (Ringelblumen, Tagetes, Sonnenblumen, Goldmohn, Jungfer im Grünen) gesät werden, das gibt eine tolle Optik und tut dem Boden gut. Nach der ersten großen Aussaat sollten Sie auf Schneckenjagd gehen!

Als letzte Sommergemüse kommen in diesem Monat auf der warmen Fensterbank Gurken, Zucchini und Kürbisse zur Aussaat. Da wir im Kleingarten nur wenige Pflanzen brauchen, empfehle ich nur ein Samenkorn in ein größeres Aussaatgefäß zu stecken. Das erspart das Pikieren und Umtopfen. Mitte/Ende Mai können wir die Pflanzen direkt aus dem Saatgefäß ins Freiland setzen. Bis dahin bleiben sie an einem lichtreichen Platz im Warmen bei ca. 20 °C.

Unter den kleinen und jungen Obstbäumen werden jetzt die Baumscheiben vom Unkraut befreit. Bei zu schwachem Wuchs kann dabei organischer Volldünger oder Kompost eingearbeitet werden, mit anschließender Mulchabdeckung. Die Baumscheibe sollte im Durchmesser etwas breiter als die Krone sein. Der Dünger braucht nur am Rand der Baumscheibe eingebracht werden, da sich hier die aufnahmefähigen Wurzeln befinden.

Gegen den Aufmarsch von Ameisen sollten nun noch einmal die Leimringe am Stamm kontrolliert und erneuert werden. So haben es später die Nützlinge leichter bei der "Blattlausjagd".

Wenn die Forsythie blüht, ist es Zeit, die Rosen abzuhäufeln und zu schneiden. N ach der Blüte wird die Forsythie wie andere frühblühende Ziersträucher auch selbst geschnitten. Dabei das älteste Holz direkt an der Basis entfernen oder auf Jungtriebe ableiten. So können sich die Ziergehölze ständig verjüngen.

Bei Tulpen und Narzissen schneiden wir die trockenen Blüten ab. Dadurch sparen die Zwiebeln Kraft, da keine Samen ausgebildet werden. Umso kräftiger sind die Pflanzen im nächsten Frühjahr.

Wenn Sie noch Rasen haben, so ist dieser jetzt zu pflegen: ausharken, nachsäen und düngen. Oder den Rasen raus und eine Wildblumen- und Kräuterwiese einsäen. Im Handel gibt es dafür tolle Saatgutmischungen, zum Beispiel von Neudorff.

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: