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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Es ist so weit – die Apfelzeit!

Nahrungspflanzen für Insekten kann man nicht genug haben. Der Oregano (Origanum vulgare), auch Dost genannt, ist darüber hinaus noch ein wertvolles Tee- und Würzkraut. Er liebt sonnige Plätze! Foto: Krüger

Die Apfelsaison beginnt mit dem „Weißen Klarapfel“, im Volksmund „Auguster“, „Sommerscheibe“ oder noch anders genannt. Am besten schmeckt er frisch vom Baum, wenn die Fruchtfarbe gerade von Grün nach Gelb wechselt. Übermengen werden zu Apfelmus verarbeitet, vom Klarapfel schmeckt es besonders gut! Denn seine Haltbarkeit ist leider sehr begrenzt. Da sind andere Sommersorten besser, auch wenn sie etwas später reifen als der Klarapfel: ‘Piros’, ‘Helios’, ‘Charlamowsky’, ‘Discovery’ oder die schorfresistenten ‘Retina’, ‘Colina’, ‘Nela’ oder ‘Santana’.

Auch die Aronia wartet auf ihre Ernte. Der hohe gesundheitliche Wert der Früchte hat den 2 m hoch werdenden Strauch in den vergangenen Jahren populär gemacht. Die Ernte ist einfach, man kann gleich die kompletten Fruchtdolden abschneiden. Aber bitte nicht zu früh! Warten Sie, bis die ausgefärbten Früchte weich werden. Bis dahin hilft das Einnetzen der Sträucher gegen Vogelfraß.

Die Sommerhimbeeren sollten gleich nach der Ernte geschnitten werden. Dazu die abgetragenen Ruten und kranken Triebe (mit rötlich-violetten Flecken) komplett entfernen, ebenso die stärksten und die schwächsten Neutriebe. Nur gesunde, mittelstarke Neutriebe bleiben als Ertragsruten für das nächste Jahr stehen (ca. 10 Stück/laufendem Meter). Außerdem wird das Beikraut in den Reihen entfernt und eine kräftige Schicht Kompost, verrotteter Stallmist oder abgelagerter Rindenmulch aufgebracht. Auf abgeernteten Gemüsebeeten können jetzt noch letzte Aussaaten vorgenommen werden, beispielsweise Frühlingszwiebeln, Spinat, Feldsalat, Sommer- und Herbstrettiche, Radieschen, Kerbel, Petersilie, Porrée, Radicchio oder Romanasalat. Das Saatbett ist jetzt immer feucht zu halten!

Pflanzen können wir noch Winterkopfsalat, Endivien, Chinakohl, Porrée oder Kohlrabi. Bei Saat und Pflanzung von Gemüse ist wieder auf die Fruchtfolge zu achten. Kulturen derselben Pflanzenfamilie sollten nur alle vier Jahre (mindestens) auf dem gleichen Beet stehen. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Fachberater. Das Anlegen eines Gartenbuches zur Fruchtfolge ist sinnvoll. Man merkt sich über mehrere Jahre meist nicht alles.

Wenn Sie jetzt Ihre selbst vermehrten oder gekauften Erdbeeren pflanzen, achten Sie besonders auf die Fruchtfolge! Nach Möglichkeit sollten auf der Fläche wenigstens sechs Jahre keine Erdbeeren gestanden haben. Außerdem wichtig sind gesundes Pflanzgut und eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung!

Lavendelpflanzen bleiben schön kompakt, wenn sie regelmäßig geschnitten werden. Dazu entfernt man schon jetzt nach der Blüte die abgeblühten Stängel mit dem obersten Blattpaar. Der richtige Rückschnitt auf ein Drittel der Triebe erfolgt dann im kommenden Frühjahr. Ein Teil der Blütenstängel kann man schon während der Blüte ernten. Die getrockneten Einzelblüten ergeben einen aromatischen Entspannungstee! Auch trockene Duftsträuße oder ein Lavendelblütenbad sind sehr beliebt.

Überlegen Sie mal, wo noch mehr Blüten für unsere Insekten im Garten Platz finden könnten, besonders im Frühjahr als erste Nahrungsquellen. Die Knollen und Zwiebeln vieler Frühjahrsblüher gibt es jetzt zu kaufen. Ich wünsche einen sonnigen Rest-Sommer!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: