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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

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Verbesserte Versicherungsbedingungen

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02.10.2016 09:28

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Die letzten langen Tage

So frisch, ausgereift und unbelastet können wir kein Obst und Gemüse kaufen! Oft fällt die Ernte größer als benötigt aus. Dann heißt es verschenken oder konservieren! Pfirsichkonfitüre und Tomatensoße gehen immer. Foto: Krüger

Der Stand der Sonne kündet vom baldigen Ende des Sommers. Die Ernte ist in vollem Gange, und die leuchtenden Farben des Gartens laden ein zum Träumen und Ausruhen. Und immer noch gibt es einiges zu säen, zu pflanzen und zu pflegen.

Auf frei gewordenen Beeten bietet sich u.a. die Aussaat von Feldsalat, Spinat, Salatrauke, Winterportulak, Asiagemüse oder Radieschen an. Vor dem Säen sollten wir gesiebten Kompost mit einarbeiten und die obere Bodenschicht feinkrümlig harken. Wenn wir unserem Boden etwas Gutes tun wollen, können wir auch schon Gründüngungspflanzen einsäen, z.B. Gelbsenf, Phacelia oder Ölrettich. Diese verbleiben bis zum Frühjahr auf dem Beet. Auch hier bitte auf die Fruchtfolge achten.

Es ist Erdbeer-Pflanzzeit! Auf ein freies Beet, auf dem einige Jahre (am besten acht) keine Erdbeeren gestanden haben, pflanzen wir unsere selbstvermehrten Senker - Reihenabstand 60 cm, Pflanzabstand 30 cm. Nach der Pflanzung kräftig angießen und mit angerottetem Laub mulchen. Für Knoblauchpflanzen gegen Pilzkrankheiten können wir einige Knoblauchzehen zwischen die Erdbeeren stecken.

Haben die alten Pflanzen die Erwartungen an den Ertrag nicht erfüllt, so bietet sich der Neukauf von Pflanzen an. Viele alte ('Senga Sengana', 'Mieze Schindler') und neue Sorten ('Polka', 'Daroyal', 'Korona') können einmal ausprobiert werden. Ich empfehle den Kauf von Qualitäts- Grünpflanzen vom Profi aus der Region (Sachsen), z.B. unter www.beerenobst-erdbeerpflanzen.de. Clever, wer sich dazu mit anderen Gartenfreunden zusammentut.

Ernten Sie konsequent alle Himbeeren, auch solche Früchte, die von der Kirschessigfliege befallen sind. Diese Himbeeren kommen zum Abtöten der Larven in eine verschlossene Folientüte in die Sonne, bevor sie im Restmüll entsorgt werden. So können wir die Vermehrung und Verbreitung etwas reduzieren.

Bei den Sommerhimbeeren werden nach der Ernte die abgetragenen Ruten komplett direkt über dem Boden entfernt. Kranke Triebe (mit rötlich-violetten Flecken) werden ebenfalls entfernt und auch die stärksten sowie die schwächsten Neutriebe. Nur gesunde, mittelstarke Neutriebe bleiben als Ertragsruten für das nächste Jahr stehen (ca. 10 Stück/lfdm). So bleibt der Bestand sehr luftig und sonnig, das mag die Kirschessigfliege gar nicht.

Oft wechseln bei Obstbäumen Jahre ohne Ertrag mit Vollertragsjahren (Alternanz). Haben Sie in diesem Jahr Obstgehölze mit zu starkem Behang, können Sie die Fruchtäste jetzt noch abstützen, damit sie nicht brechen. Besser ist allerdings ein kräftiges Schütteln. Die herabfallenden Früchte erleichtern den Ast, und die verbleibenden können sich besser entwickeln! Bei sehr dichten Kronen kann die Fruchtausdünnung jetzt auch noch mit einem Auslichtungsschnitt kombiniert werden.

Unser Gemüse ist weiter zu pflegen: hacken, gießen, mulchen. Tomatenpflanzen werden weiter ausgegeizt und - ebenso wie Kürbis- und Melonenpflanzen - entspitzt. So reifen die letzten Früchte besser aus. Bei Lagergemüse (z.B. Sellerie) ist jetzt für eine gute Lagerfähigkeit die Flüssigdüngung (auch mit Brennnesseljauche) einzustellen.

Ich wünsche einen schönen und erholsamen Restsommer sowie viel Freude beim Ernten, Essen und Konservieren!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: