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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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24.11.2016 11:43

Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

LfULG und LSK schreiben gemeinsamen Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" 2017......[mehr]

23.10.2016 09:53

Verbesserte Versicherungsbedingungen

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02.10.2016 09:28

LSK beim „Tag der Sachsen“ 2016

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Zeit der Besinnung …

Damit im Frühjahr Blätter und Blüten eine Chance haben, sollten jetzt noch einmal die Leimringe an den Obstbäumen auf Funktionsfähigkeit überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden. An dieser Süßkirsche hatten die Frostspanner-Raupen schon fast alles abgefressen. Foto: Krüger

Schon wieder geht ein Gartenjahr zu Ende - Zeit zur Ruhe zu kommen, für uns und den Garten. Und auch Zeit einmal an andere "Mitbewohner" zu denken. Meine Freundin, die Wühlmaus, hat jetzt ihre Vorratslager gefüllt, unter anderem mit meinen Kartoffeln. Und die Rehe aus den angrenzenden Waldresten haben sich sämtliche Knospen meiner Apfelspindeln gut schmecken lassen. Um diese Gartenfreunde muss ich mich also nicht sorgen.

Um die heimischen Singvögel schon eher. Ich war nie ein Freund der Vogelfütterung. Beim Anblick der ausgeräumten Landschaften hat sich das in den vergangenen Jahren geändert. Höchste Zeit also, im Garten die Vogelfutterstelle einzurichten. An schönen Tagen gibt mir das bei einem Gartenbesuch die Möglichkeit für kurzweilige Beobachtungen. Außerdem bekomme ich einen Überblick über die derzeit vorkommenden Vogelarten und kann eventuell in Sachen Nistkästen noch etwas tun.

Ein bisschen denke ich auch schon an die nächste Gartensaison. Die Samen vieler Gemüse- und Kräuterarten, die ich dieses Jahr geerntet oder bekommen habe, sind jetzt abgetrocknet. Sie werden noch in beschriftete Papiertütchen oder andere Behältnisse verpackt und kommen bis zur Aussaat im nächsten Jahr an einen kühlen Platz. Das geht beispielsweise gut bei verschiedenen Bohnensorten, Radieschen, Rattenschwänzchen, Inkagurken, Koriander, Gewürzfenchel, Sonnenblumen oder samenfesten Sorten von Tomaten und Paprika. Leider klappt das nicht bei Kürbisgewächsen - da weiß man nie, was rauskommt!

Ab Mitte des Monats können wir die Obstbäume schneiden. Der Winterschnitt fördert kräftigen Neutrieb und ist daher zu empfehlen für junge Obstgehölze (die erst einmal wachsen sollen) oder für sehr alte Obstbäume, damit sie wieder neue Triebe bekommen. Angesichts der nahenden Feiertage kann man den Obstbaumschnitt aber auch gut auf den Spätwinter (März) verschieben. Der Effekt bleibt derselbe. Außerdem ist dann die Zeit bis zum Verheilen der Schnittwunden kürzer.

Wer dennoch Lust auf Bewegung an frischer Luft hat, kann sich den Wald-, Park- oder Friedhofsgehölzen widmen, die eventuell noch im Kleingarten stehen. Bis Ende Februar ist das Fällen erlaubt! Gemeint sind alle Gehölze, die von Natur aus eine Wuchshöhe von 3 m überschreiten (außer Obst- und Wildobstgehölze) und daher auch durch Schnitt nicht zu beherrschen sind. Namentlich aufgeführt sind die Gehölzarten in Anlage 02 der Rahmenkleingartenordnung des LSK. Ein Reisighaufen aus dem angefallenen Schnittmaterial ist ein guter Unterschlupf für viele Insekten und Kleintiere. Schnittmaterial immergrüner Gehölze (z.B. Zierwacholder oder Thuja) bietet sich auch als Winterschutz beispielsweise für Rosen an.

Auf den Gemeinschaftsflächen spricht nichts gegen größere Gehölze - vorausgesetzt, die Nutzung angrenzender Gärten wird nicht eingeschränkt. Hier können dichte Gebüsche stehen, als Versteck und Brutraum für unsere Singvögel. Und natürlich Bäume, die unseren Bienen reichlich Nektar und Pollen bieten, insbesondere Weidenarten mit ihrer frühen Tracht. Der Dezember gibt uns die Zeit, einmal über die Umgestaltung dieser Flächen nachzudenken. Ich wünsche allen Gartenfreunden eine besinnliche, wunderschöne Weihnachtszeit!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: