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Oh du schöne Erntezeit!

Für einen guten Beerenobstertrag im nächsten Jahr ist es sinnvoll, die Gehölze gleich nach der Ernte zu schneiden. Fotos: Krüger

Nun geht die Erntesaison so richtig los! Rote Bete, Zucchini, Zuckerschoten, Inkagurken, Lauchzwiebeln und vieles Gemüse mehr bereichern jetzt unsere Mahlzeiten. Der gesundheitliche Wert ist enorm. So frisch und vor allem so unbehandelt können wir kein Gemüse kaufen! Am besten ist die Ernte am frühen Morgen und der schnelle Verzehr. Je frischer, umso mehr wertvolle Inhaltsstoffe bleiben für uns erhalten. Eine Ausnahme bilden Blattgemüse wie Salate oder Mangold. Hier bietet sich für die Ernte der späte Nachmittag an, da in den Blättern über den Tag viel Nitrat abgebaut wird.

Abgeerntete Beete können neu bestellt werden. Bis Ende des Monats können wir zum Beispiel Endivien, Radiccio oder Zuckerhut pflanzen. Aber auch die Aussaat von u.a. Rote Bete, Rettich, Feldsalat oder Buschbohnen ist möglich. Dabei bitte auf die Fruchtfolge achten! Wollen wir unserem Boden etwas Gutes tun, ist eine Gründüngung sinnvoll - beispielsweise mit Phacelia oder Gelbsenf. Auf den bestellten Gemüsebeeten ist bis zur Ernte auf gute Bodengare und Feuchtigkeit zu achten: Gießen, hacken und mulchen heißt die Devise!

Beim Obst warten jetzt die Beeren auf ihre Ernte. Frisch gegessen sind Johannis- und Stachelbeeren am gesündesten. Übermengen werden konserviert. Probieren Sie mal einen Likör aus Stachelbeeren, sehr lecker! Und immer ein gern gesehenes Mitbringsel. Nach der Ernte der Beeren können die Pflanzen gleich geschnitten werden. Das bietet sich vor allem bei jüngeren, noch stark wachsenden Gehölzen an. Dabei entfernt man einige alte, abgetragene Fruchttriebe (dunkle Rinde) komplett. Jungtriebe (helle Rinde) belassen wir für die Ernte im nächsten Jahr. Lassen Sie nicht zu viel stehen. Für gute Früchte und eine einfache Ernte reichen bei einem Busch zwölf Triebe, bei einem Stämmchen sechs. Bei Spindeln entfernen wir ebenfalls altes Fruchtholz mit Schnitt auf Stummel (ca. 1 cm lang). Daraus soll sich neues Fruchtholz entwickeln. Dort, wo das nicht der Fall ist, entfernt man später die Stummel. Alte, nur noch schwach wachsende Beerenobstgehölze schneiden wir besser im Februar/ März.

Der Obstgehölzschnitt nach der Ernte ist ebenfalls bei Süß- und Sauerkirschen sowie Himbeeren zu empfehlen. Bei sommertragenden Himbeeren werden die abgetragenen Ruten direkt über dem Boden entfernt. Es reicht, wenn von den Neutrieben zehn pro laufendem Meter stehen bleiben - hier empfiehlt es sich, die mittelgroßen stehen zu lassen, sehr starke und sehr schwache werden ebenfalls komplett entfernt.

Sollen im Erdbeerbeet die Mutterpflanzen noch ein Jahr stehen bleiben, werden hier das alte Laub und überflüssige Ausläufer entfernt. Damit die Pflanzen gut nachwachsen, ist auf ausreichende Bewässerung und gegebenenfalls eine Düngung mit einem organischen Volldünger zu achten. Hatten wir Stroh ausgelegt, ist dieses nach der Ernte zur besseren Verrottung leicht in den Boden einzuarbeiten.

Wenn Sie jetzt Ihre Hecke schneiden, ist vorher eine Kontrolle auf brütende Vögel durchzuführen! Im Interesse unserer Singvögel kann der Schnitt auch noch ein paar Tage warten. Das angetrocknete Schnittgut ist übrigens ein sehr gutes Material zum Mulchen unserer Gemüsebeete.

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 



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