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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Ferienzeit ist Gartenzeit!

Viel leckeres Gemüse und Obst kann jetzt geerntet werden. Vor dem Naschen aber bitte waschen! Foto: Krüger

Mit Beginn der Ferienzeit sollte der Garten zum Dauer-Domizil für unsere Kleinsten werden. Hier gibt es einiges zu beobachten, und eine Lupe hilft dabei, vieles genauer zu sehen. Oma und Opa freuen sich auf Unterhaltung und auf ein wenig Hilfe bei den Arbeiten, die jetzt so zu erledigen sind.

Zum Beispiel beim Mulchen auf den Gemüsebeeten. Regelmäßig aufgebrachte dünne Mulchschichten verringern die Wasserverdunstung aus dem Boden und verbessern zudem die Bodenstruktur. Materialien können sein: angetrockneter Grasschnitt, angerottete Holzhäcksel vom Schnittgut oder die groben Kompostbestandteile nach dem Aussieben. Auch regelmäßiges, flaches Hacken vermindert die Wasserverdunstung aus dem Boden und spart viel Gießwasser.

Auf neu angelegten oder frei gewordenen Beeten (Salate, Winterzwiebeln, Frühkartoffeln) können jetzt wieder andere Gemüse ausgesät werden, z.B. Chinakohl oder Pak Choi; bis Monatsmitte auch noch Buschbohnen für eine späte Ernte. Bei ausgetrocknetem Boden sollte man einen Tag vor der Aussaat den Boden lockern und kräftig wässern (20 l pro m²) und gegebenenfalls mit Hornmehl düngen. Nach der Saat und dem Angießen kann als Verdunstungsschutz bis zum Aufgehen der Sämlinge Mulchvlies aufgelegt werden.

Gepflanzt werden können auch noch Brokkoli und Blumenkohl. Für die Starkzehrer sollte der Boden vorher neben Kompost noch mit einem organischen Volldünger versorgt werden. Ein Insektenschutznetz hält die Weiße Fliege fern - vorausgesetzt, es schließt dicht am Boden ab. Andere anspruchsvolle Gemüsearten wie z.B. Sellerie können wir jetzt für besseres Knollenwachstum mit einem kaliumbetonten, organischen Volldünger nachversorgen (z.B. Tomatendünger von Neudorff).

Hilfe brauchen kann man auch beim Ernten! Viel leckeres Naschobst reift jetzt, und frisch verzehrt ist es am gesündesten. Aber bitte vor dem Verzehr immer waschen! Auch wenn wir selbst nicht gespritzt haben, so wissen wir nicht, welche chemischen Stoffe z.B. durch Abrieb oder aus anderen Quellen auf unserem Obst landen.

Kontrollieren Sie das Obst bei beginnender Reife bitte auf Befall mit der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). Gefährdet sind viele Obstarten: Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Weintrauben, Pflaumen, Kirschen, Kornelkirschen und Holunder. Diese Kulturen bitte zügig abernten! Befallene Früchte sollten auf keinen Fall auf den Kompost gelangen, denn die Fliegen entwickeln sich auch dort aus den Maden und sorgen dann im August für einen Massenbefall. Bevor die befallenen Früchte im Restmüll entsorgt werden, sollten sie in verschlossenen Folientüten eine Zeit lang zum Abtöten der Larven in der Sonne liegen.

Die Kirschessigfliege mag keine warmen, sonnigen Standorte. Ein weiteres Argument für einen regelmäßigen Auslichtungsschnitt! Kommt überall Licht ins Obstgehölz, fühlt sie sich hier weniger wohl und sucht sich (hoffentlich) einen anderen Platz zur Eiablage. Zum Sommerschnitt von Kern-, Stein- und Beerenobst fragen Sie bitte Ihren Fachberater.

Ich wünsche allen großen und kleinen Gärtnern viel Freude beim Pflanzen, Pflegen und Ernten! Und auch fürs Beobachten und Erholen sollten wir uns ausreichend Zeit nehmen. Genießen Sie den Sommer!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 



Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: