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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Zweite Saat für eine späte Ernte

Puffbohnen zählen zu den ersten Gemüsearten, die wir ernten können. Die zarten Kerne schmecken köstlich, pur kurz in Butter gedünstet oder als Bestandteil im Mischgemüse. Foto: Krüger

Um unseren Erntezeitraum zu verlängern oder um Lagergemüse zu ziehen, können wir jetzt viele Gemüsearten ein zweites Mal aussäen oder pflanzen. Dazu zählen Lagermöhren, Rote Rüben für die Lagerung oder Porree für die Überwinterung auf dem Beet; ebenfalls späte Kohlarten (Wirsing, Weiß-, Rot-, Grün- und Rosenkohl) für die Winterversorgung. Für eine Verlängerung der Erntezeit können jetzt auch noch Buschbohnen gesteckt (besonders wenn man keine Stangenbohnen hat) sowie Zucchini und Gurken ausgesät werden, um später eventuell kranke Pflanzen zu ersetzen.

Die bereits wachsenden Gemüsebestände sind jetzt häufig zu kontrollieren, zum einen auf Schädlinge (Raupen, Blattläuse), zum anderen auf den Bodenzustand. Nur so können rechtzeitig entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden (Absammeln, Einnetzen, Gießen, Düngen, Mulchen …)

Bei passender Witterung ist jetzt mit der ersten Generation von Apfel- und Pflaumenwicklern zu rechnen. Befallene Früchte sollten ausgepflückt bzw. nach dem Herunterfallen (Pflaumen) aufgehoben und entsorgt werden. Ein Abdecken des Bodens unter der Baumkrone in diesen Wochen mit einem Stoff oder Vlies erleichtert das. Des Weiteren ist es sinnvoll, Obstmaden-Fanggürtel (Wellpappegürtel) in einem Meter Höhe um die Obstbaumstämme zu legen und diese ab Anfang Juli zu kontrollieren und zu ersetzen.

Jetzt reifende Früchte (Beerenobst, Kirschen, Erdbeeren, Maibeeren) sollten auf Befall mit der Kirschessigfliege kontrolliert werden. Bei einem Befall alle betroffenen Früchte schnell auspflücken und solarisieren (in einer verschlossenen Folientüte in die Sonne legen, um die Maden abzutöten), erst danach in den Restmüll geben. Besten Schutz gegen diesen neuen Schädling bietet ab Reifebeginn das dichte Einnetzen mit feinmaschigen Insektenschutznetzen (Maschenweite maximal 1,20 x 1,20 mm). Dies geht aber nur bei kleinkronigen Obstgehölzen.

Jetzt im Sommer bei trockener Witterung an das Gießen denken! Dabei bitte folgende Grundregeln beachten: Idealerweise am frühen Morgen gießen (kleiner Frühsport) und das Wasser dabei direkt auf den Boden geben, nicht auf die Pflanzen! Es ist zielführender, wenn man seltener gießt (ein- bis zweimal pro Woche), dafür dann aber reichlich (20 l/m²). Die effektivste und sparsamste Art des Gießens ist die Tröpfchenbewässerung. Hierfür gibt es verschiedene Anbieter.

Verblühtes im Staudenbeet und bei den einjährigen Sommerblumen sollten wir jetzt fortlaufend ausschneiden. Das verlängert die Blüte bzw. sorgt für einen zweiten Flor z.B. bei Rittersporn, Frauenmantel, Katzenminze und vielen Rosensorten. Die abgeblühten Rosentriebe schneidet man dabei auf die nächste kräftige Knospe zurück. Eine Gabe von einem organischen Volldünger (Rosendünger) fördert dabei die zweite Blüte.

Natürlich das Ernten nicht vergessen! Knackfrische Radieschen und Salate, hocharomatische Erdbeeren, den letzten Spargel und Rhabarber und die ersten zarten Puffbohnen. Da kann man nur guten Appetit wünschen! Nach der letzten Ernte stärken wir die Pflanzen (Rhabarber, Spargel, Erdbeeren) mit einer Kompostgabe, damit sie sich für eine gute Ernte im nächsten Jahr regenerieren können.

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: