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Staudenpracht und Erdbeeren satt!

Beim Pfirsich ist ebenfalls eine Fruchtausdünnung sinnvoll – auch wenn‘s schwer fällt. Die verbleibenden Früchte werden besonders schön, wenn der Baum in trockenen Perioden eine zusätzliche Bewässerung bekommt. Foto: Krüger

So schnell ging es, und wir sind mitten in der schönsten Gartenzeit des Jahres! Die Stauden blühen und auch die ersten Rosen, und endlich gibt es wieder frische Erdbeeren aus dem eigenen Garten, ausgereift und aromatisch.

Mit einer Strohlage zwischen den Erdbeerpflanzen faulen die Früchte nicht so schnell, außerdem bleibt der Boden gleichmäßig feucht. Wenn sich regelmäßig Pilzkrankheiten in den Erdbeeren breit machen, hilft ein jährlicher Wechsel der Beete. Auf dem neuen Beet sollten drei Jahre keine Erdbeeren gestanden haben, besser noch sechs Jahre. Das neue Beet wird jetzt vorbereitet! Freimachen, lockern, Kompost einarbeiten (3 l/m²) und ein paar Tage ruhen lassen.

Ab Ende des Monats können wir unsere Erdbeerpflanzen vermehren. Dazu die Jungpflanzen von reich tragenden Pflanzen am Senker belassen und auf dem Beet eintopfen. Im Juli können wir die angewurzelten Pflanzen in unser vorbereitetes Beet setzen. Nur gesunde Mutterpflanzen nutzen! Bei zu hohem Pilzbefall Neupflanzen kaufen. Im kommenden Juni gibt es eine erstklassige Ernte! Zur Wahl geeigneter Sorten fragen Sie Ihren Fachberater oder im Fachhandel. Die Auswahl ist groß.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Sommerschnitt unserer Obstbäume. Haben wir im Winter zu kräftig geschnitten, zeigen sich jetzt viele einjährige Triebe an Stellen, an denen sie nicht gebraucht werden. Diese reißen wir jetzt aus, solange sie noch krautig und nicht verholzt sind. Mit dem "Juniriss" entfernen wir gleichzeitig automatisch die schlafenden Augen, sodass ein Neutrieb an selber Stelle nicht erfolgen wird. Wer seinen Obstbaum in der Höhe reduzieren möchte, sollte das ebenfalls jetzt im Sommer erledigen, der Neutrieb fällt dann wesentlich schwächer aus als bei Einkürzung im Winter.

Nach dem Sommerschnitt und dem Junifruchtfall empfehle ich noch eine Fruchtausdünnung bis Ende des Monats. Bei kleineren Obstbäumen ist das ohne weiteres möglich. Früchte, die schon kränklich oder vom Apfelwickler befallen sind, zu dicht oder im Schatten hängen, werden entfernt. Das steigert die Qualität der verbleibenden Früchte und setzt Kräfte frei für die Blütenbildung im nächsten Jahr. Für einen Vollertrag reicht es, wenn sich aus 10 % der Blüten Früchte entwickeln!

Anfallender Rasenschnitt muss nicht komplett auf den Kompost. Abgetrocknet ist er ein tolles Material zum Mulchen unserer Gemüsebeete. Das spart Arbeit beim Hacken und Gießen, schützt und belebt den Boden! Sollte doch Beikraut zu entfernen sein, sind dafür warme und trockene Tage am besten geeignet. Die abgehackten Pflanzen welken schnell und können auch als Mulch auf dem Beet verbleiben. Gegen viele Gemüseschädlinge hilft das Auflegen eines Kulturschutznetzes gleich nach der Pflanzung.

Für alle Gartenteichbesitzer ist jetzt noch ein guter Zeitpunkt, um Wasserpflanzen zu setzen. Verwenden Sie dazu spezielle Teicherde. Die handelsübliche Gartenerde provoziert die Algenbildung in Ihrem Teich.

Allen Gartenfreunden wünsche ich viele schweißtreibende (gesundheitsfördernd), aber auch erholsame Stunden im Garten zu dieser wunderbaren Jahreszeit!


Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: