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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Tschüss Winterschlaf!

Diese Frühblüher erfreuen uns und auch die ersten Wildbienenarten, die hier Nahrung finden. Daher sollte es mehr davon in unseren Kleingartenlagen geben – warum nicht auch auf den Gemeinschaftsflächen? Foto: Krüger

Langsam erwacht der Garten zu neuem Leben. Die ersten Wildbienenarten schlüpfen und freuen sich über unsere Frühblüher als Nahrungsquelle. Der Nachwuchs will versorgt sein! Damit reichlich Unterschlupf vorhanden ist, können jetzt noch Wildbienenhotels im Garten etabliert werden. Dabei ist es besser, statt eines großen Insektenhotels mehrere kleine Nistmöglichkeiten an verschiedenen Stellen anzubieten. Das macht es den Brutparasiten nicht ganz so einfach.

Für eine frühe Rhabarberernte können wir jetzt einige Pflanzen antreiben. Dazu einfach dunkle Eimer oder größere Gefäße verkehrtherum auf die Rhabarberstauden stellen. Wenn es ganz schnell gehen soll, packt man um und auf die Abdeckung noch einige Lagen Mist oder halbreifen Kompost. Mit der Abdeckung erzielen wir nicht nur eine frühere Ernte, sondern auch besonders zarte und milde Rhabarberstangen.

Der Anbau von Kartoffeln wird immer beliebter in unseren Kleingärten. Hunderte Sorten stehen zur Auswahl! Mittelfrühe und späte Sorten sollten jetzt vorgetrieben werden, damit sie im April/Mai zur Aussaat schon Keime haben. So fällt die Ernte reicher und früher aus. Die Saatkartoffeln einfach in Eierpackungen legen und in einem kühlen Raum ans helle Fenster stellen. Saatkartoffeln bekommt man u.a. bei http://www.biogartenversand.de (Altmark) oder bei http://www.guendels-kulturstall.de (Vogtland).

Alle Kleingärtner mit einem Gewächshaus können dort jetzt schon die ersten Kulturen in die Erde bringen: Gesät bzw. gepflanzt werden u.a. Radieschen, Rettiche, frühe Kohlrabi, Salate, Spinat oder Feldsalat. Vorher müssen natürlich Unkräuter, Ernterückstände und vertrocknete Kulturpflanzen des Vorjahres raus. Bei Anwendung einer Fruchtfolge kann ein Bodenaustausch unterbleiben. Das Einarbeiten von Kompost zur Bodenverbesserung ist zu empfehlen.

Außerdem sollten die Innenflächen des Gewächshauses mit Fitwasser abgewaschen werden. So entfernt man überdauernde Krankheitskeime. An zu kalten Tagen helfen Gemüsevlies über den Pflanzen bzw. Decken und Folie auf dem Gewächshaus. Dunkle, volle Wasserbehälter im Gewächshaus wirken in kalten Nächten temperaturausgleichend.

Das Kopulieren, mit und ohne Gegenzunge, ist die ideale Veredlungsmethode für frostfreie Tage im März. Bei Apfel, Birne und Pflaume können so einjährige Triebe gleichen Durchmessers sehr gut zusammengefügt werden. Voraussetzung ist, dass wir die Veredlungsreiser der gewünschten Sorten im Januar geschnitten und seitdem kühl gelagert haben. So können wir mehrere Sorten einer Obstart auf einen Baum bringen. Die veredelten Reiser wachsen jetzt schnell an und treiben aus den verbliebenen zwei bis vier Knospen im Mai aus. Zur genauen Durchführung der Veredlung fragen Sie bitte Ihren Fachberater.

An schönen Tagen sollten wir uns auch um die Stauden kümmern. Die trockenen Horste werden erst jetzt zurückgeschnitten. Zu große Exemplare können entfernt oder geteilt werden. In die Lücken pflanzen wir jetzt sommer- und herbstblühende Staudenarten. Eine Kompostgabe sorgt für kräftige Pflanzen. Einzelne Plätze können frei bleiben, nach den letzten Frösten können hier auch einmal Sommerblumen oder Gemüsepflanzen stehen.

Ich wünsche viel Freude und Elan beim Start ins Gartenjahr!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: