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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Vielfalt pflanzen!

Diese drei Zucchinipflanzen wurden Mitte Mai in kompostverbesserten Boden gesetzt, kräftig gewässert und anschließend mit trockenem Grasschnitt gemulcht. Im August bedeckten die drei Pflanzen die gesamte Fläche. Der Ertrag war schon reichlich und wird bis zum ersten Frost anhalten. Fotos: Krüger

Die Vielfalt an Pflanzen in unserem Kleingarten zeigt sich ab Mai auch auf unseren Gemüsebeeten. Für eine abwechslungsreiche, frische Küche stehen viele Arten und Sorten zur Verfügung. Dabei sollten wir nicht nur auf Saatgut und Pflanzen aus dem Handel zurückgreifen. Zur Erhaltung alter, samenfester Gemüsesorten können wir als Kleingärtner auch einen guten Beitrag leisten. Ein Kontakt zum „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V.“ (www.nutzpflanzenvielfalt.de) hilft dabei, entsprechendes Saatgut zu bekommen. In einigen Mitgliedsverbänden gibt es auch schon eigene Initiativen zur Bekanntmachung und Verbreitung alter Gemüsearten und -sorten. Fragen Sie doch mal ihren Verbands-Fachberater!

Wenn das Saatbett feinkrümelig vorbereitet ist, können jetzt unter Beachtung der Fruchtfolge im Freiland u.a. folgende Pflanzen zur Aussaat kommen: Sommersorten von Salat und Radieschen, Schnittsalat, Chicorée, Rettich, alle Kohlarten, Mangold, Zuckermais, Bohnen, Erbsen, Zuckerschoten, Möhren, Rote Bete, Mairüben, Wurzelpetersilie, Gurken, Dill, Kerbel, Kümmel, Kresse, Petersilie, Majoran und Bohnenkraut. Für etwas Farbe in den Beeten außerdem Ringelblumen und Tagetesarten, besonders Tagetes erecta, wegen ihrer bodengesundenden Wirkung.

Nicht zu vergessen ist spätestens jetzt das Legen unserer vorgekeimten Saatkartoffeln – vorzugsweise solche Sorten, die wir nicht im Handel kaufen können. Wir legen sie in 10 cm Tiefe, in die Furche zwischen den vorbereiteten Dämmen. Der Pflanzabstand beträgt mindestens 50 cm, der Reihenabstand mindestens 70 cm. Nach der Keimung werden die Pflanzen in zwei bis drei Arbeitsgängen mit dem Material der Dämme angehäufelt – immer so, dass die Blätter noch aus der Erde schauen. Zum Schluss stehen die Kartoffelpflanzen in den Dämmen.

Unsere selbst vorgezogenen oder gekauften Pflanzen von Sellerie, Porree, allen Kohlarten, Steckrübe oder Rhabarber können jetzt im Freiland ausgepflanzt werden – und natürlich die leckeren Sommergemüse wie Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen (auch ins Gewächshaus) sowie Zucchini und Kürbisse.

In den nächsten Wochen benötigen die jungen Gemüsepflanzen besondere Pflege: Dazu gehören das Vereinzeln, das Freihalten von Konkurrenzpflanzen, Gießen und flaches Hacken bzw. Mulchen (angetrockneter Grasschnitt, angerottetes Laub, Rohkompost). Kartoffeln, Porree und auch Kohl können nach Bedarf angehäufelt werden.

Unsere Erdbeerpflanzen sollten noch einmal auf pilzkranke Blätter kontrolliert und anschließend gemulcht werden – am besten mit Stroh, aber trockener Grasschnitt geht auch.

Bei unseren Obstbäumen können wir nach der Blüte mit der Fruchtausdünnung beginnen. Bei Äpfeln und Birnen maximal zwei Früchte pro Blütenstand belassen, Pfirsichfrüchte stellt man einzeln. An den Stämmen der Apfelbäume befestigen wir jetzt die Fanggürtel für den Apfelwickler. Die Baumscheiben der Obstbäume sind freizuhalten und zu mulchen. Bei trockenem Wetter das wöchentliche Gießen der Bäume nicht vergessen – mindestens 20 l pro Baum!

Lassen Sie neben der Arbeit die Erholung nicht zu kurz kommen! Beobachten Sie die Wunder des Frühlings und erfreuen Sie sich an der Vielfalt in Ihrem Garten!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: