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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Blütenpracht im Wonnemonat Mai!

Drei Wochen nach der Blüte kann man schon die Früchte vereinzeln, hier blieb von sechs Äpfeln pro Blütenstand jeweils nur einer übrig. Machbar ist diese Fruchtausdünnung natürlich nur an kleinen Obstbäumen und an Spalierobst. Foto: Krüger

Nach den Obstgehölzen blühen jetzt viele Stauden und ergänzen das frische Grün mit anderen prächtigen Farben. Wenn wir noch Lücken im Staudenbeet haben, können wir diese jetzt schließen. Dazu kann man auch einmal einzelne Gemüsepflanzen nehmen, z.B. verschiedene Kohlarten oder Mangold mit gelben oder roten Stielen. Haben sich Stauden zu sehr ausgebreitet, so können wir diese jetzt teilen und anderen Gartenfreunden eine Freude machen. Vielleicht gibt es ja in Ihrem Verband auch eine Pflanzentauschbörse.

Vermehren können wir Stauden, darunter viele Kräuter, jetzt auch durch Stecklinge. Dazu brauchen wir "gespannte Luft", also ein Minigewächshaus, Frühbeet oder ähnliches. Mit scharfem Werkzeug nehmen wir von der gewünschten Pflanze unsere Kopfstecklinge. Dazu nimmt man die Triebspitzen, ca. 10 cm lang, und schneidet sie unter einem Blatt ab. Anschließend in feuchte Aussaaterde stecken, fest andrücken und an einem schattigen Platz Wurzeln bilden lassen. Das Substrat darf nicht austrocknen. Wenn die Stecklinge zu wachsen beginnen, war die Aktion erfolgreich! Das dauert so zwei bis drei Wochen.

Wer es bis jetzt nicht geschafft hat, kann auch im Mai noch den Kompost umsetzen. Vorher wird der Haufen mit geeignetem Werkzeug gelockert. Beim Neu-Aufsetzen mit der Schaufel wird das Material automatisch gut gemischt. Die höheren Temperaturen im Mai und die Durchmischung beschleunigen den Rotteprozess. Der Komposthaufen mag einen schattigen Platz. Wenn er zudem abgedeckt ist, sollte das Material nach dem Umsetzen befeuchtet werden.

Während des Fruchtwachstums wollen unsere Obstgehölze besonders gut versorgt sein. Die Baumscheibe ist daher von Nahrungskonkurrenten freizuhalten. Bei Trockenheit ist zu wässern und bei zu schwachem Wachstum kann mit einem flüssigen Volldünger nachgeholfen werden. Für eine perfekte Fruchtentwicklung lohnt es sich, die Früchte zu vereinzeln (siehe Foto). Bei Äpfeln und Birnen maximal zwei Früchte pro Blütenstand belassen; Pfirsichfrüchte stellt man einzeln. Bei Pflaumen und Aprikosen belässt man ca. 50 Früchte pro Meter Fruchtholz, bei Mirabellen 100.

Wer wie ich knackig frisches und unbelastetes Gemüse liebt, legt jetzt den Grundstein für eine reiche Haupternte. In die vorbereiteten Beete legen wir entsprechend dem Fruchtfolgeplan z.B. Erbsen, Zuckerschoten, Buschbohnen und Kartoffeln und säen u.a. Möhren, Mairübchen, Kohlrabi, Rote Bete, Schnittsalate oder Kräuter wie Bohnenkraut (einjähriges) oder Majoran.

Pflanzen können wir Salat, Zucchini, Kürbisse, Sellerie, Zuckermais, Porree, Rosenkohl, Wirsingkohl, Kohlrabi sowie Freilandpaprika und -tomaten. Viele Pflanzen ziehe ich auf dem Fensterbrett in Paperpots oder Toilettenpapier-Papprollen vor, darunter auch Tomaten und Stangenbohnen. Erfahrene Gartenfreunde meinten, bei diesen beiden Gemüsekulturen muss ich keine Fruchtfolge beachten. Das probiere ich mal aus und pflanze sie an denselben Platz.

Mit beginnender Kultur unserer Gemüsepflanzen ist auf den Pflanzenschutz zu achten. Also Schnecken absammeln und Insektenschutznetze verwenden! Tagetes und Ringelblumen zwischen den Gemüsepflanzen sehen gut aus und sorgen für einen gesunden Boden!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: