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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Landeserntedankfest

Sächsische Kleingärtner präsentierten sich beim 20. Landeserntedankfest 2017 in......[mehr]

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Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

LfULG und LSK schreiben gemeinsamen Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" 2017......[mehr]

Gesund in den Winter!

Ein ausgefallenes persönliches Geschenk oder eine tolle Herbstdekoration erhält man durch leichtes Einritzen der jungen Kürbisschale. Foto: Krüger

Durch die reichlichen Niederschläge und die hohe Luftfeuchte war das Gartenjahr geprägt von zahlreichen Pilzkrankheiten (u.a. Fäulepilze), aber auch von einem guten Wachstum der meisten Gemüsekulturen mit hohen Erträgen. Einige Wintergemüse stehen idealerweise noch im Garten und können als frische Fitmacher jetzt nach und nach geerntet und gegessen werden. Grünkohl und Rosenkohl schmecken nach dem ersten Frost besser.

Auch Mangold und Feldsalat wollen noch geerntet werden. Wenn wir diese Gemüse jetzt mit einem schützenden Vlies bedecken, kann die Ernte dann im Frühjahr gleich weitergehen. Auf die Winterernte warten ebenso noch Schwarzwurzel, Haferwurz, Schwarzer Rettich und Winterporree, auch letzte Möhren und Pastinaken. Diese Gemüse deshalb jetzt reichlich mit Laub anhäufeln und ebenfalls mit einem Vlies abdecken, um den Boden möglichst lange frostfrei zu halten.

An schönen Tagen können wir uns um den Kompost kümmern. Die Bewegung an frischer Luft tut gut, und die Sonnenstrahlen helfen uns bei der Vitamin-D-Bildung. Nachdem der Kompost gesiebt ist, bringen wir eine 2 cm dicke Kompostschicht auf den Beeten aus. Bei schwerem Boden kann im Anschluss grob umgegraben werden. Die zu erwartende Frostgare verbessert die Bodenstruktur. Auch der Gewächshausboden kann mit Komposterde verbessert oder gleich ausgetauscht werden. Den Rest des Komposthaufens sollten wir abdecken, um das Material über den Winter vor Vernässung zu schützen.

Spätestens jetzt im November sollten die Regentonnen entleert sowie umgedreht, abgedeckt oder reingeräumt werden, damit wir sie im nächsten Jahr ohne Frostschäden wieder nutzen können. Auch die Wasserleitungen werden winterfest gemacht. Wir leeren sie, öffnen alle Ventile und packen die offenen Leitungen frost- und wassersicher ein.

Auch unsere Rosen freuen sich über einen Winterschutz. Im Wurzelbereich können wir die Pflanzen mit Komposterde anhäufeln. Kleinere Rosenpflanzen decken wir zusätzlich mit Reisig ab. Bei Kletterrosen stecken wir das Nadelreisig zwischen die Triebe und das Rosenspalier. Bei Rosenstämmchen wird die Krone mit luftigem Vlies umwickelt. Eine Füllung aus Reisig oder Stroh erhöht die Schutzwirkung.

Die Obstgehölze sind noch einmal auf Fruchtmumien und Stammschutz zu kontrollieren, ansonsten jetzt aber in Ruhe zu lassen. Wer unbedingt mit der Säge hantieren möchte, kann gern Gehölze entfernen, die laut Rahmenkleingartenordnung ohnehin nicht in einen Kleingarten gehören. Auch der Schnitt von Wildobst ist jetzt möglich, z.B. von Holunder. Wenn wir gute Erträge nutzen wollen, ist ein jährlicher Auslichtungsschnitt sinnvoll. Dabei entfernen wir altes und zu dicht stehendes Holz. An den Trieben, die in diesem Jahr gewachsen sind, hängen nächstes Jahr die Früchte. Diese Triebe also weitgehend stehen lassen!

Denken Sie spätestens jetzt an unsere Vögel und deren Fütterung. Denken Sie bitte dabei auch an die vielen unerwünschten Pflanzen, die schon mittels Vogelfutter in unsere Gärten gelangt sind. Ein Blick auf die "Zutatenliste" schafft Abhilfe. Ganz sicher geht man mit Samenmischungen aus geschälten oder gebrochenen Körnern. Diese können nicht mehr auskeimen. Viel Spaß beim Ernten und Vögelbeobachten!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: