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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Zeit für Rückblicke!

Am Ende des Gartenjahres bringen wir die Belegung der Beete zu Papier. Rechts: Auf Grundlage der Fruchtfolge der vergangenen Jahre kann an langen Winterabenden die Belegung der Beete fürs nächste Jahr geplant werden. Foto: Krüger

Die Aufenthalte im Garten werden jetzt seltener und kürzer - genügend Zeit also, um Rückschau auf das vergangene Gartenjahr zu halten. Die hohen Sommertemperaturen und die vielen Niederschläge sorgten für ein kräftiges Wachstum und eine gute Gemüseernte, aber auch für viel Pilzbefall und Fäulnis beim Obst.

Um im kommenden Gartenjahr unsere Fruchtfolge planen zu können, sollten wir spätestens jetzt im Gartenbuch die Belegung der Beete in diesem Jahr festhalten (siehe Abb.). Im nächsten Jahr dürfen auf demselben Beet nur Kulturen einer anderen Pflanzenfamilie wachsen. So vermeiden wir dauerhaft den Eintrag von Krankheiten und Schädlingen in den Boden. Einfacher und preiswerter geht kein Pflanzenschutz!

Schöne Tage nutzen wir natürlich im Garten für Bewegung an frischer Luft - beispielsweise beim Kompost umsetzen. Ebenso können wir Bodenproben für eine Nährstoffanalyse nehmen, um im Frühjahr optimal düngen zu können. Bei schwerem Boden können abgeräumte Gemüsebeete, auf denen keine Gründüngung mehr gesät wurde, jetzt grob umgegraben werden. Die zu erwartende Frostgare verbessert die Bodenstruktur. Fertiger Kompost wird bei Bedarf vorm Graben aufgebracht. Auch Kalk können wir aufbringen, aber maximal nur alle drei Jahre auf derselben Fläche.

Unsere Obstbäume sollten noch einmal auf Fruchtmumien kontrolliert werden. Das oft kranke Falllaub wird zusammengeharkt und auf dem Kompost mit einer Erdschicht abgedeckt. Die Baumscheibe wird von Beikraut befreit und flach gegraben. Dabei können Kompost und Kalk mit eingearbeitet werden. Als Schutz vor Frostrissen empfiehlt sich das Weißen der Stämme, als Schutz vorm Frostspanner das Anlegen von Leimringen und als Schutz vor Wildverbiss das Anbringen eines Stammschutzes aus Kaninchendraht.

Den Rasen mähen wir jetzt ein letztes Mal, allerdings nicht zu flach - mit 5 cm Höhe sollte er wenigstens in den Winter gehen. Beim Mähen wird vorhandenes Laub gleich mit aufgenommen. Aus dem Gartenteich entfernen wir ebenfalls das Laub.

Rasenschnitt und gesundes Falllaub nutzen wir noch als Mulch bzw. Winterschutz für Gemüsekulturen wie Mangold oder Schwarzwurzel. Allerdings lockt das auch Wühlmäuse an, sodass in der Folge die Beete auf die kleinen Nager kontrolliert und Fallen gestellt werden müssen.

Spätestens jetzt im November entleeren wir die Regentonnen und vermeiden ein erneutes Füllen (umdrehen, abdecken oder unterstellen). So können wir sie im nächsten Jahr ohne Frostschäden wieder nutzen. Die Wasserleitungen werden jetzt ebenfalls winterfest gemacht: Wir entleeren sie, öffnen alle Ventile und packen sie, wenn nötig, frostsicher ein.

Ebenfalls höchste Zeit wird es jetzt für die Knollen von Dahlien, Gladiolen und Canna: Aus dem Boden nehmen, gut abtrocknen lassen, beschriften sowie kühl und trocken lagern!

Ich wünsche noch eine reiche Wintergemüse-Ernte und besinnliche Stunden mit guter Gartenlektüre! Das gibt tolle Anregungen für neue Projekte im nächsten Jahr.

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: