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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Es ist so weit: Kartoffelzeit!

Auch der Wirsingkohl legt jetzt noch richtig an Masse zu. Gießen und hacken lohnt sich also! Foto: Krüger

Bei meinen Reisen habe ich in diesem Jahr in sächsischen Kleingärten viele Kartoffeln gesehen. Der Anbau der Erdäpfel hat in den vergangenen Jahren wieder zugenommen. Nicht alle Sorten gibt es zu kaufen, und viele alte und neue Sorten überzeugen mit tollem Geschmack. Jetzt ist die Haupterntezeit.

Die Kartoffeln können raus, wenn die Schale sich nicht mehr abreiben lässt. Meist ist dann auch das Laub abgestorben. Um alle Knollen zu erwischen, sollte der Boden mit der Gabel vorsichtig und tief gelockert werden. Für die Ernte wählt man einen trockenen, sonnigen Tag. Wenn der Boden von den Kartoffeln entfernt wird und die Knollen noch ein paar Stunden in der Sonne liegen, verbessert das die Lagerfähigkeit. Das Lager selbst sollte dunkel, luftig und kühl sein. Für unsere geringen Vorräte eignet sich bis zum ersten Frost die Laube oder eine Erdmiete.

Die abgeräumten Beete sollten über den Winter nicht brachliegen. Hier können wir nach Saatbettvorbereitung noch Nutzpflanzen einsäen, z.B. Rucola, Winterportulak, Spinat oder Feldsalat. Lecker ist auch 'Grün im Schnee' mit scharfem, kresseähnlichem Geschmack. Wenn man es aber im Folgejahr blühen lässt, verbreitet es sich sehr stark.

Eine gute Alternative nach Kartoffeln sind auch Gründüngungspflanzen - Phacelia, Ölrettich oder Gelbsenf zum Beispiel. Sie frieren im Winter ab, schützen den Boden als Mulchschicht und werden im Frühjahr flach eingearbeitet. Hat man unbelasteten Stallmist zur Verfügung, kann man diesen noch vor der Gründünger-Saat flach in den Boden bringen. Mit halbreifem Kompost geht das auch.

Die verschiedenen Gemüsearten ernten wir jetzt nach Bedarf. Was wir nicht essen oder verarbeiten (Sauerkraut), bleibt im Beet und wird weiter gepflegt. Porree und Möhren können noch einmal angehäufelt werden. Unser Wintergemüse (Grünkohl, Rosenkohl oder Knollensellerie) hat mit zunehmendem Wachstum einen hohen Wasserbedarf und sollten bei trockenem Wetter weiter gegossen werden.

Bei den Erdbeeren entfernen wir noch einmal altes Laub und Ausläufer, gießen müssen wir jetzt nicht mehr. Das gilt natürlich nicht für Neupflanzungen. Mit Grünpflanzen und Topfpflanzen, vorzugsweise aus Sachsen, ist das in diesem Monat noch möglich (www.beerenobst-erdbeerpflanzen. de). Kartoffeln sind als Vorkultur leider nicht geeignet, genau wie Bohnen, Tomaten oder Grasland. Alle anderen Gemüsearten sind kein Problem.

Viele Stauden und Sommerblumen sind jetzt abgeblüht, und die Versuchung ist groß, "Ordnung" zu schaffen. Warten Sie damit noch bis zum Frühjahr! Die trockenen Pflanzen bieten im Winter Nahrung für Vögel und Unterschlupf für Insekten. Das Gleiche gilt jetzt für die letzten Blüten im Garten, auch von Wildkräutern. Für viele Insekten sind diese eine letzte wertvolle Nahrungsquelle. Das Ernten der Samen für die Sommerblumen (z.B. Sonnenblume, Jungfer im Grünen, Ringelblume, Malve) im nächsten Jahr ist natürlich kein Problem.

Die Wellpappgürtel an Apfel- und Pflaumenbäumen sind jetzt zu kontrollieren. Wenn Apfel- oder Pflaumenwicklerlarven vorhanden sind, werden die Gürtel noch einmal erneuert. Die alten Wellpappgürtel werden entsorgt. Das minimiert die Befallsdichte im nächsten Jahr.

Ich wünsche einen sonnigen Altweibersommer und viel Freude bei der Obst-, Gemüse- und Kartoffelernte!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als gepacktes PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: