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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

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02.10.2016 09:28

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Ein Gartensommer geht zu Ende

Gekauftes Saatgut hält oft nicht, was es verspricht. Samenfeste Gemüsesorten machen den Kauf überflüssig, die Samen werden selbst gewonnen. Bei Fleischtomaten funktioniert das bestens – beispielsweise beim ‘Ochsenherz’ (Foto) oder der ‘Schlesischen Himbeere’. Foto: Krüger

Genießen Sie die letzten warmen Spätsommertage im Garten! Die Farbenpracht von Sonnenblumen, Dahlien und Zinnien können wir als Strauß mit nach Hause nehmen oder damit guten Bekannten eine Freude machen. Wenn wir regelmäßig Dahlien schneiden, entwickeln die Pflanzen permanent neue Blüten.

Auch für den Gaumen bietet der September viel Genussvolles! Jetzt ernten wir die frühen Herbstäpfel und -birnen. Dabei zählen einige der alten Sorten dieser Reifegruppe zu den geschmacklich Besten, die wir kennen, zum Beispiel ‘James Grieve’, ‘Gravensteiner’ oder ‘Signe Tillisch’ (Äpfel) sowie ‘Gute Luise’, ‘Gute Graue’ und ‘Williams Christ’ (Birnen). Da diese Sorten keine große Haltbarkeit haben, werden wir sie nur selten kaufen können.

Bei der Obsternte immer gleich faules und wurmiges Obst mit auspflücken und im Restmüll entsorgen. Es sollten keine Fruchtmumien am oder unter dem Baum verbleiben. Beachten Sie bei der Birnenernte, dass die Früchte immer einige Tage vor Baumreife gepflückt werden, also nicht vollreif. Vor dem Verzehr lässt man sie dann einige Tage nachreifen. Dazu gehört ein wenig Erfahrung. Aber nur so kommen wir in den vollen Genuss der köstlichen Aromen.

Waren die vergangenen Wochen sehr trocken, können wir die Obstbäume noch einmal wässern. Das fördert eine gute Ausreifung des Holzes und baut so möglichen Winterfrostschäden vor. Ein guter Schutz vor Winterfrösten (Frostrissen), insbesondere bei jungen Bäumen, ist auch das Weißen der Stämme. Speziellen Weißanstrich verschiedener Hersteller gibt es im Fachhandel.

Hatten Sie an Apfel- und Pflaumenbäumen Wellpappgürtel angebracht, sind diese jetzt zu kontrollieren. Wenn Apfel- oder Pflaumenwicklerlarven vorhanden sind, werden die Gürtel noch einmal erneuert. Die alten Wellpappgürtel werden entsorgt.

Zweijährige Blütenpflanzen (Fingerhut, Stockrose, Vexiernelke, Muskatellersalbei), die sich im Garten selbst ausgesät haben und nicht der Hacke zum Opfer fielen, können wir jetzt an einen passenden Standort umpflanzen – beispielsweise ins Staudenbeet. Über die Blüten freuen sich nächstes Jahr viele Insekten – und natürlich auch wir.

Bald beginnt die „Jagdsaison“ auf Wühlmäuse. In der Hauptfangzeit von Mitte September bis Anfang Dezember decken sich die Tiere mit Wintervorräten ein. Zerkleinerte Wurzeln von Löwenzahn und Ackerwinde gehören ebenso dazu wie leckeres Wurzelgemüse und kleine Kartoffeln. In die Transportgänge stellen wir die Fallen. Der Umgang mit den Fallen erfordert etwas Geduld und Übung. Bewährt haben sich einfache Drahtfallen (Bayerische oder Badische Drahtfalle) und die Sugan Wühlmausfalle von Neudorff.

Für eine späte Ernte können bis Monatsmitte in geeigneten Lagen auf abgeräumten Gemüsebeeten noch Feldsalat, Spinat, Rucola oder Radieschen gesät werden. Was nicht mehr verzehrt wird, bleibt stehen. Für die Ernte im nächsten Jahr bietet sich die Aussaat von Schwarzwurzel an.

Zu empfehlen ist auch die Aussaat von Gründüngungspflanzen wie Phacelia, Luzerne, Hafer oder Gelbsenf. So werden die Beete durchgehend bedeckt gehalten. Das verhindert im Winter Bodenerosion und Nährstoffauswaschung. Im Frühjahr werden die Pflanzen zur weiteren Bodenverbesserung eingearbeitet. Achten Sie bei der Auswahl der Gründüngungskultur aber auch auf die Fruchtfolge!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als gepacktes PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: