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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

Aktuelles:
03.11.2017 13:51

Landeserntedankfest

Sächsische Kleingärtner präsentierten sich beim 20. Landeserntedankfest 2017 in......[mehr]

24.11.2016 11:43

Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

LfULG und LSK schreiben gemeinsamen Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" 2017......[mehr]


Heiter - Besinnliches 02-1

"Deutscher Garten"
50. Jahrgang, 1. September 1935, Nr. 17

Reinlichkeit ist die Vorbedingung für einen schönen Garten

Sobald aber nach Sommersanfang die Ernte in erweitertem Maße einsetzt, wird schon in vielen Gärten, auch in sonst sauberen, Gras und Unkraut kaum beachtet, zwar zertreten, aber dadurch nicht vernichtet. Gerade darauf scheinen verschiedene Gräser und Unkräuter nur gelauert zu haben; denn in den ersten Sommermonaten entwickeln sie eine Schnellwüchsigkeit, Blühwilligkeit und Samenreiselust, dass man in Erstaunen und Bewunderung geraten muß. Das Abreißen (wenn man die rechte Zeit zum Ausreißen verpasst hat) scheint einigen Arten der Frechlinge besonders angenehm zu sein; denn danach bestocken sie sich auffallend breit und blühlustig, als ob sie sagen wollten: Uns kann keiner!


Heiter - Besinnliches 02-2

"Deutscher Garten"
Nr. 6, 22. März 1936

Gesundheitstip

Das Stubenhocken verschlechtert den Teint, verursacht Blinddarmentzündung, unruhigen Schlaf und Verdrossenheit. Es ist besser, früh zeitig aufzustehen und Spargel zu stechen, als bis um 8 Uhr zu schlafen und alsdann sich trotz der Zigarre über die Zeitung zu ärgern.


Heiter - Besinnliches 02-3

"Deutscher Garten"
Nr. 17, 12. September 1937

Schönheit im kleinen Garten

Steine sind für den kleinen Garten ungeeignet. Nur Spezialliebhaber von Felsenpflanzen mögen sie verwenden. Sie sollen aber beachten, dass sie Unnatürlichkeit vermeiden. In der Natur liegt der Stein immer auf der "faulen" Seite, d. h. auf seiner größten Fläche.


Heiter - Besinnliches 02-4

"Deutscher Garten"
Nr. 23, 13. Dezember 1936

Gartenweisheit

Wer einen Garten hat, der ist nicht reich aber ich wette, er ist auch nicht arm.


Heiter - Besinnliches 02-5

"Deutscher Garten"
Nr. 20, 25. Oktober 1936

Gartenleben in der Vergangenheit

Wo mag das erste deutsche Gartenleben sich abgespielt haben, wir wissen es nicht zu sagen, aber die Freude an der einzelnen Blume ist wohl die erste Erscheinung auf diesem Gebiet gewesen. Erst langsam setzte sich in deutschen Landen wahres Gartenverständnis durch, Schlossfrauen, Bürgerinnen und Bäuerinnen haben von den Mönchen gelernt, ihre Ländereien anzulegen und zu bepflanzen, und so wird der Garten langsam auch zum Versammlungsplatz der Familie.


Heiter - Besinnliches 02-6

"Deutscher Garten"
Nr. 15, 14. August 1938

Ameisen als Wetterkünder

An einem sehr schwülen Tage der letzten Woche bemerkte ich in meinem Garten, dass die Ameisen, die von einem Baum ihrem Bau zuwanderten, in ihrer Zange grüne Blattläuse trugen. Da es nicht nur ein paar Ameisen waren, die so beladen ihre Straße zogen, sondern fast alle, die in der gleichen Richtung liefen, machte ich mir Gedanken über diese Beobachtung. Ich kam zu dem Schluss, dass die nächsten Tage Regen bringen würden. Die Ameisen wollten während der kalten, nassen Tage nicht ohne ihre Milchkühe bleiben und haben einen Quartierwechsel für die Blattläuse vorgenommen. Wie ich es mir gedacht habe, so ist es gekommen. In der Nacht gab es ein schweres Gewitter mit starkem Regen und Hagel und die nächsten fünf Tage war es regnerisch und kalt. In diesem Falle haben die Ameisen, die mir sonst sehr lästig sind, ein Barometer ersetzt.


Heiter - Besinnliches 02-7

"Deutscher Garten"
Nr. 15, 13. August 1939

Als Noah aus seiner Arche stieg, war die Pflanzung von Weinstöcken seine erste Arbeit. Sie sollten dem alten Feinschmecker den gewohnten edlen Saft liefern.

Wir schulden ihm noch heute Dank für seine rührende Vorsorge. Der Weinstock ist also ein "vorsintflutliches Gewächs".


Heiter - Besinnliches 02-8

"Garten und Kind"
Heft 9, 1. September 1941

Eine große Anzahl unserer Pflanzen steht als Wetterkünder keinesfalls hinter den Tieren zurück. Durch ihre offenen oder geschlossenen Blüten, ihren Duft, die Beschaffenheit ihrer Früchte usw. geben sie allerlei wertvolle Winke.

Im allgemeinen gilt starker Duft als Zeichen schlechten Wetters.

Mit wenigen Ausnahmen gelten offene Blütenköpfe am Morgen, geschlossene am Abend als Vorboten guten Wetters. Einigen Pflanzen hat der Volksmund sogar den Namen Wetterpflanze gegeben, so Wetterrose (Malve) und Wetterhahn (Sauerklee).