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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

Aktuelles:
24.11.2016 11:43

Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

LfULG und LSK schreiben gemeinsamen Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" 2017......[mehr]

23.10.2016 09:53

Verbesserte Versicherungsbedingungen

KVD verbessert den Versicherungsschutz in den Gruppenverträgen zum 1. Januar 2017. Informieren......[mehr]

02.10.2016 09:28

LSK beim „Tag der Sachsen“ 2016

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Die Eckpfeiler des Gesamtkonzept

 

Eine gemeinschaftliche Mitte

Grundcharakteristikum eines Kleingärtnervereins ist die Idee der Gemeinschaft. Nicht alle suchen heute die "große" Gemeinschaft im Verein. Dennoch wünschen sich viele Kontakt untereinander. Wie kann dies gefördert werden? Ein wesentlicher Punkt der Planung war die Betonung der Zusammengehörigkeit der Parzellen durch besondere Ausprägung der Mitte. Der Wettbewerbsentwurf kam mit dem Vorschlag eines zentralen Teiches vor allem ökologischen Forderungen und einem ästhetischen Gartenbild nach. Im Verlauf der Planung verlagerten sich jedoch die Prämissen. Anstelle eines gemeinsamen Teiches sollte eine kommunikative Mitte geschaffen werden - als Treffpunkt der anliegenden Gärtner. Für diese Idee überließ jeder der fünf Pächter in unterschiedlichem Umfang Gartenfläche. Durch Hecken und ein Spalier eingefasst und von Obstbäumen markiert wird ein Raum geschaffen, der es offen lässt, ob man ihn aufsucht oder ihn lediglich von außen als Erweiterung seiner Parzelle betrachten möchte.

 

Pergola statt Partyzelt

Gerade durch die Größenbegrenzung der Lauben kommt einem geschützten Aufenthaltsbereich in unmittelbarer Nähe besondere Bedeutung zu. MUSS aber die individuelle Gestaltung und Materialverwendung bei Schutzdächern und Pergolen zu einem oft extrem heterogenen Erscheinungsbild führen? Die Idee, durch Anordnung von Pergolen im Bereich der Lauben behagliche Sitzbereiche zu schaffen, stieß bei den Pächtern sogleich auf positive Resonanz. Von den Studenten wurde ein eigenes Pergolen-System entwickelt, das eine Alternative zum Angebot der Baumärkte darstellen soll. Obwohl die Pergolen in ihrer Grundkonstruktion gleich sind, ist die einzelne Gestaltung in Form, Farbe und einzelnen Details den jeweiligen Gartenthemen angepasst.

 

Grenzen ziehen, aber nicht markieren

Des Gärtners legitimes Recht ist es, sein Stückchen Land nach außen hin abzugrenzen. Aber müssen es immer triste Maschendraht-Zäune oder langweilige, normierte Sichtschutzfelder sein?

Die Gruppe der Themenkleingärten wurde einheitlich durch geschnittene Hainbuchenhecken umfriedet: im Inneren der Anlage l m und an der äußeren Grenze 1,5 m hoch. Ziel war es, ein geschlossenes Gesamtbild der Gartengruppe zu erreichen. Vor diesem ruhigen Hintergrund wird die Individualität der einzelnen Gärten hervorgehoben. Die Grenzlinien der einzelnen Parzellen untereinander entwickeln sich aus der Ausgestaltung der einzelnen Themen. So sind dies u.a. Beerensträucher, Spaliere, Stauden aber auch Spielereien wie die Metallspiegel im "Gestalteten Garten/Lustgarten". Grenzen sind erkennbar, dennoch schaffen räumliche Übergänge von Garten zu Garten ein großzügigeres Erscheinungsbild.

  

Für die Landesgartenschau und die Zeit danach

Vereinsheim und Umfeld sind wichtige Visitenkarten einer Kleingartenanlage, umso mehr, je stärker sie in das Freiraumangebot eines Ortes eingebunden sind. Im Zuge der Gestaltungsmaßnahmen wurden das Vereinsheim saniert und sein kleiner Vorplatz sowie die Hauptwege erneuert bzw. neu angelegt. Ein blaues Lavendelband verziert jetzt den Weg entlang der Gärten und begleitet die Besucher auf ihrem Rundgang. Das Vereinsheim und dessen vorgelagerter kleiner Platz dient während der Gartenschau als Informations- und Treffpunkt für Kleingarteninteressierte aus ganz Sachsen. Es erhielt ein neues Gründach und entsprechende Innenausstattung. Nach der Gartenschau stellt es einen Stützpunkt für die kleingärtnerische Fachberatung in der Region dar. Durch die Neugestaltung des Vorplatzes mit Zierapfelbaum und Pergola besitzt der Verein nun einen ansprechenden Raum für Feste und Vereinstreffen. In Verträgen des Landesverbandes mit Verein und Pächtern wurde vereinbart, die geschaffenen Strukturen für mindestens vier Jahre zu erhalten. Dies war auch Voraussetzung für die öffentliche Förderung des Projektes. Entwicklung und Tragfähigkeit des Modellprojektes können also nachverfolgt werden.