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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

Aktuelles:
24.11.2016 11:43

Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

LfULG und LSK schreiben gemeinsamen Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" 2017......[mehr]

23.10.2016 09:53

Verbesserte Versicherungsbedingungen

KVD verbessert den Versicherungsschutz in den Gruppenverträgen zum 1. Januar 2017. Informieren......[mehr]

02.10.2016 09:28

LSK beim „Tag der Sachsen“ 2016

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Kinderfreundlicher Garten

Konzept:

Die Geschichte ist unter Kleingartenfreunden bekannt. Im Mai des Jahres 1864 erklärte auf einer von ihm einberufenen Elternversammlung der Direktor der 4. Bürgerschule der Stadt Leipzig Dr. Ernst Hausschild: "Wollen wir jetzt nicht... einen Spielplatz auf alle Zeiten für die Kinder auf der Westseite von Leipzig für die Kinder ...erwerben...?" Der sich in Folge gegründete Verein - nach dem Arzt Dr. Daniel Schreber benannt - legte auf einer gepachteten Wiese neben dem Johannapark einen Spielplatz an. Aus in Randbereichen angelegten kleinen Kinderbeeten entstanden später Parzellen.

Auch wenn sich die Situation in den Städten in den letzten 150 Jahren bei Weitem gebessert hat, so wünschen sich doch viele Familien mit Kindern einen Garten.

Ein Garten lässt Kinder durch die Anschauung von und den Umgang mit Pflanzen und Naturmaterialien natürliche Prozesse und deren Anteil und Wert im Gefüge des Naturhaushaltes verstehen lernen. So gewinnen sie einen respektvollen Umgang mit der Natur.  

 


Zustand vor der Umgestaltung:

Nutzflächen und ein junger Obstbaumbestand aus Apfel und Pfirsich bestimmen den vorgefundenen Garten. Vor der Laube befindet sich bereits eine Überdachung.


Nach der Umgestaltung:

Durch eine Vielfalt von Formen, Farben und Materialen sollen Kinder dazu bewegt werden, sich mit Garten und Natur zu beschäftigen. Eine Gartenzwergparade lenkt den Blick in den Garten. Spöttisch aufgereiht in einem Blumenband aus Erdbeeren schwingt diese durch den Garten und mündet in einen von einjährigen Kletterpflanzen berankten Tunnel aus Weidenruten. Kleine Beete für Kinder schmiegen sich dem Band an. Dort können sie selbst Erdbeeren, Erbsen, Radieschen und Sommerblumen anbauen und naschen. Eine Solardusche im hinteren Teil des Gartens lädt im Sommer zum Spiel mit Wasser ein.


Es ist für Erwachsene vielleicht nicht so deutlich zu ermessen, was es für ein Kind bedeutet zu erleben, wie aus dem selbstgesteckten Samenkorn ein Pflänzchen entspringt, wie es wächst und sich schließlich in ein glänzendrotes Radieschen verwandelt.

Doch aller Anfang ist klein, darum erhalten unsere kleinen Gärtner ein kleines Stück Land, auf das sie Radieschen, Erbsen, Mohren, Salat oder schnellwachsende Blumen wie Ringelblumen, Strohblumen und Malven säen können. Die Beete selbst sind in ihrer Breite der Größe von Kindern angepasst, es muß auch nicht immer symmetrisch und gerade sein. Verschiedene Pflanzen, die zum Naschen einladen, wie Beerensträucher, Erdbeeren und Erbsen fehlen ebensowenig wie Pflanzen zum Bauen und Spielen, wie Rhabarber (Hüte), Weidenruten...

 

*Fühlpfad:

Hier wird eine Auswahl der erstaunlichen Vielfalt an Farben und Formen, die Pflanzen haben können, gegenübergestellt. Allein Blätter, glatt und glänzend (Fetthenne), rau (Boretsch), winzig (Thymian), flaumig (Wollziest), hohl und rund (Schnittlauch), schmackhaft (Zitronenmelisse), schmal und glänzend (Ysop), rund und weich (Frauenmantel), regen die Sinne an. Hinzu kommen farbige Blätter und deren Düfte. 

 

Pächtermeinung

Familie Gerhard Berg fand die Idee eines "Kinderfreundlichen Gartens" sehr schön. "Für die Einstellung zur Natur haben Eindrücke in der Kindheit eine zentrale Bedeutung, deshalb bringen wir gerne unsere Ideen in die Gestaltung mit ein", so ihre Meinung.