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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Landeserntedankfest

Sächsische Kleingärtner präsentierten sich beim 20. Landeserntedankfest 2017 in......[mehr]

24.11.2016 11:43

Landeswettbewerb 2017 ausgeschrieben

LfULG und LSK schreiben gemeinsamen Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" 2017......[mehr]

Ökologischer Garten

Konzept:

Seit den letzten Jahrzehnten halten die Forderungen nach einem zurückhaltenderen Umgang mit Naturressourcen an. Die Anwendung naturnaher Bewirtschaftungsmethoden in Landwirtschaft und Gartenbau finden auch im Kleingartenwesen ihren Niederschlag.

Ökologische Anbauverfahren, extensive Pflege ebenso wie eine geringe Flächenversiegelung sind Eckpfeiler für die Gestaltung des "Ökologischen Gartens". Durch die Umgestaltungsmaßnahmen für das Modellprojekt sollte kein fertiger Zustand erzeugt werden. Ein Biogarten "wächst" durch Beobachten und die daraus resultierenden Erkenntnisse.


Zustand vor der Umgestaltung:

Ein vergreister Birnenbaum neben der Laube beherrscht den Garten. Rasen und Beetflächen zu etwa gleichen Teilen zeigen die Nutzung des Gartens.

Totholzhaufen. Das Bild unten zeigt eine Insektenwand.

Nach der Umgestaltung:

Hügelbeete, bei denen die Anbaufläche um etwa ein Drittel vergrößert wird, und Mischkulturen sowie Nützlingsförderung durch Reisighaufen, Nistkasten, Heckenpflanzungen und einheimische Pflanzenarten werden beispielhaft die Elemente eines ökologischen Gartens zeigen. Die extensive Dachbegrünung der Laube soll eine aufwendigere, dennoch umsetzbare Möglichkeit zu einer ökologisch orientierten Gestaltung darstellen.

Viele heimische Pflanzen werden hier, vermeintlich bunt durcheinander, integriert. Die Pflanzen sind geschickt kombiniert und erhalten möglichst optimale Standortbedingungen. Erreichen läßt sich dies u. a. durch Hügelbeete, Hochbeet und Kräuterspirale. So finden im oberen Teil der Kräuterspirale wärmeliebende Pflanzen wie Majoran und Salbei einen Standort, nach unten folgen Zitronenmelisse, Schnittlauch und Minzen. In einem Wasserbehälter am Fuße wächst Kalmus und Wasserminze. Die Lücken zwischen den Steinen füllt Bergbohnenkraut und Thymian aus.

 

Heimische Pflanzen (Stauden):

Schattige Lage: Roter Fingerhut, Maiglöckchen, Geißbart, Waldmeister, Lungenkraut, Immergrün, Kriech-Günsel, Haselwurz

Sonnige Lage: Ysop, Diptam, Minzen, Wiesenraute, Orangerotes Habichtskraut, Liebstöckel, Wiesen-Margerite, Ehrenpreis

 

Beispiel für eine Mischkultur:

Vorfrucht: Salat und Spinat Hauptfrucht: Tomaten, Sellerie Tomaten und Sellerie im Abstand von 50 cm pflanzen, dazwischen werden Krauter, wie Basilikum und Petersilie gesät. Tomaten schützen Sellerie und Kohl vor Erdflöhen und Kohlweißling. Kohl wirkt gegen Sellerierost. 

Pächtermeinung

"Die Idee, einen "Ökologischen Garten" zu gestalten, unterstützten wir mit Begeisterung", sagte Familie Klaus Pfützner. "Es deckt sich mit unseren Interessen, zu zeigen, wie zur Erhaltung der Umwelt beigetragen werden kann, dass es möglich ist, einen Kleingarten nach ökologischen Gesichtspunkten zu gestalten und zu bewirtschaften. Dieses Konzept gibt gerade auch Kindern viel Interessantes bei ihren "Erkundungen".