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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Die Unfallversicherung der VBG für ehrenamtlich Tätige als Ergänzung zur Familien-Unfallversicherung der Kleingärtner.

Bestimmt sind Sie oder Ihre Organisation von der Verwaltungs‑Berufsgenossenschaft (VBG) über den Unfallversicherungsschutz für ehrenamtlich Tätige informiert worden. Sie haben sich sicherlich gefragt, wie dieser Unfallversicherungsschutz im Vergleich mit der Familien-Unfallversicherung für Kleingärtner zu sehen ist. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: bei dem von der VBG angebotenen Unfallversicherungsschutz für ehrenamtlich Tätige handelt es sich um eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zu der über den KVD angebotenen Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner. Der Abschluss der Unfallversicherung der VBG für ehrenamtlich Tätige als Ergänzung zur Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner ist empfehlenswert.

Der Unfallversicherungsschutz der VBG gilt nicht automatisch, vielmehr muss der Versicherungsschutz besonders beantragt werden. Er gilt immer und nur dann, wenn das versicherte Vorstandsmitglied auch in seiner Eigenschaft als ehrenamtlich Tätiger (Vorstandsmitglied) verunfallt. Anders als bei der Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner bietet die VBG keinen Unfallversicherungsschutz, wenn das Vorstandsmitglied bei privaten Tätigkeiten, z.B. auf seiner eigenen Parzelle, verunfallt. Durch die VBG ist auch nur der ehrenamtlich Tätige versichert. Anders als bei der Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner sind Ehe‑ oder Lebenspartner(innen) sowie die minderjährigen Kinder des Versicherungsnehmers nicht mitversichert.

Genau wie bei der Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner besteht auch bei dem Unfallversicherungsschutz der VBG keine Begrenzung hinsichtlich des Eintrittsalters. So können z.B. auch über 70jährige zur Unfallversicherung bei der VBG angemeldet werden.

Anders als die Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner zahlt die VBG keine einmaligen Geldleistungen im Todes‑ oder Invaliditätsfall sowie Krankenhaus‑ oder Krankentagegelder.

Zusätzlich zu den Leistungen der Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner steuert die Unfallversicherung der VBG die Rehabilitation des ehrenamtlich Tätigen nach einem Unfall. In diesem Zusammenhang übernimmt die VBG die notwendigen Kosten der Rehabilitation sowie notwendige Umbaukosten im beruflichen wie auch im häuslichen Bereich. Über die Notwendigkeit und die Höhe der zu übernehmenden Kosten würde in jedem Einzelfall nach Sach‑ und Rechtslage entschieden. Eine generelle Aussage über die Notwendigkeit und die Höhe der zu übernehmenden Kosten kann daher nicht getroffen werden.

Anders als die Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner würde die VBG eine Verletztenrente zahlen. Die Höhe dieser Rente richtet sich nach dem zum Zeitpunkt des Unfalls erzielten durchschnittlichen monatlichen Einkünften. Hierbei würden auch bereits anderweitig bezogenen Renten berücksichtigt. Da die Höhe der Verletztenrente individuell aufgrund der Sach‑ und Rechtslage eines jeden Einzelfalles berechnet wird, ist eine generelle Aussage über die Höhe der Verletztenrente nicht möglich.

Anders als die Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner würde die VBG eine Witwen bzw. Waisenrente bezahlen, deren Höhe in jedem Einzelfall individuell ermittelt wird.

Festzuhalten bleibt, dass im Falle eines Unfalles des versicherten ehrenamtlich Tätigen sowohl Leistungen von der Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner als auch von der VBG ohne gegenseitige Anrechnung gezahlt würden. Dies gilt selbstverständlich auch für etwaig weiter vorhandene Unfallversicherungen. Vor diesem Hintergrund ist der von der VBG für ehrenamtlich Tätige angebotene Unfallversicherungsschutz eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zur Familien‑Unfallversicherung für Kleingärtner. Der Unfallversicherungsschutz der VBG kann aber den Versicherungsschutz der Familien-Unfallversicherung für Kleingärtner nicht ersetzen. Im Gegenteil, wenn die Familien-Unfallversicherung nicht bestehen würde, wären wesentliche Bereiche der kleingärtnerischen Betätigung (alle privaten Tätigkeiten auf der eigenen Parzelle oder auf dem Gelände des Kleingartenvereins sowie die direkten Wege von und zur Gartenanlage für den Versicherungsnehmer, seine Ehe‑ oder Lebenspartner sowie der minderjährigen Kinder) nicht versichert.

Köln, den 09.03.2005

Joachim Richardt, GF KVD Kleingarten‑Versicherungsdienst GmbH

 

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